Galerie und Showroom 21
Der Titel dieser Ausstellung ist bewusst offengehalten. Er verspricht kein abgeschlossenes Narrativ, keine lineare Entwicklung, kein klares Ziel. Stattdessen verweist er auf Übergänge: auf Verschiebungen, auf Zustände des Dazwischen, auf Prozesse, die nicht immer sichtbar, aber umso deutlicher spürbar sind. Emotionale Übergänge sind selten laut oder spektakulär. Sie ereignen sich leise, fragmentarisch, oft unbemerkt – und doch verändern sie unsere Wahrnehmung von uns selbst und von der Welt grundlegend.
In der gemeinsamen Ausstellung von Sheila Furlan und Margit Hartnagel begegnen wir zwei künstlerischen Positionen, die sich genau in diesem Spannungsfeld bewegen: zwischen Innen und Außen, zwischen Kontrolle und Offenheit, zwischen Materialität und Empfindung. Obwohl die Arbeiten der beiden Künstlerinnen formal sehr unterschiedlich erscheinen mögen, verbindet sie eine gemeinsame Grundessenz: das Interesse an Zust.nden des Dazwischen und die Suche nach dem, was die Welt – und uns selbst – im Innersten zusammenhält. Beide Positionen umkreisen Fragen von
Öffnung und Übergang, schaffen Durchgänge, neue Perspektiven und Blickwinkel. Lassen Sie sich auf das ein, was jenseits der Oberfl.che liegt und versuchen Sie, die Grenzen Ihrer eigenen Wahrnehmung zu erweitern.
„Transition“ meint hier nicht nur Veränderung, sondern eine Haltung gegenüber Zeit, Emotion und Wahrnehmung. In beiden künstlerischen Positionen wird nichts festgeschrieben. Stattdessen wird der Moment des Übergangs selbst zum eigentlichen Thema: jener fragile Augenblick, in dem Bedeutungen kippen, in dem sich Gefühle neu ausrichten, in dem etwas noch nicht klar benennbar ist.
Diese Übergänge bewegen sich in einem Raum, in dem persönliche Erfahrung, körperliche Erinnerung und gesellschaftliche Pr.gung miteinander verwoben sind. Es gibt keine richtige oder falsche Lesart. Fühlen Sie sich vielmehr eingeladen, sich selbst in einen Übergang zu begeben – vom schnellen Erfassen zum langsamen Wahrnehmen, vom Sehen zum Spüren. Auszug der Eröffnungsrede von Anna Wondrak
Finissage
