Vernissage am 17. September, 19 Uhr
mit Künstlergespräch
OPEN ART GALLERY WEEKEND 2026
Reception mit den Künstlern
FREITAG, 16. OKTOBER, 18-21 UHROpen House
zu Highlights & Lange Nacht der MuseenSamstag, 17. Oktober, 11-01 UhrSonntag, 18. Oktober, 11-18 Uhr
In Ver:Wandlungen treten die Zeichnerin Christine Brunella und der Bildhauer Stephan Wurmer in einen faszinierenden Dialog. Beide Positionen widmen sich den elementaren Prozessen der Natur: dem Werden, dem Wandel und der Vergänglichkeit.
Für den Bildhauer Stephan Wurmer ist Holz weit mehr als ein bloßes Medium – es ist ein von der Natur geformter, lebendiger Werkstoff, der den Kreislauf des Lebens in jeder Faser in sich trägt. In seiner künstlerischen Praxis arbeitet sich Wurmer vom Stamm zur Form: durch schichtweises Abtragen des Materials kommt er an den Kern seiner skulpturalen Idee. Seine aktuellen Wandarbeiten und freistehenden Skulpturen übersetzen das Organische in klare geometrische Formen, die Ein- und Ausblicke ermöglichen. Es sind konkrete, greifbare Formen, die die Transformation vom rohen Naturmaterial zum Kunstwerk im Raum physisch spürbar machen.
Mit ihren Tuschezeichnungen spürt Christine Brunella jenen geheimnisvollen Ver:Wandlungen nach. Sie erschafft vielschichtige Bildräume, die den Betrachter*innen eine beseelende Begegnung mit der Schönheit, aber auch mit der Zerbrechlichkeit unserer Umwelt ermöglichen. Brunellas Kunst ist Ausdruck der Poesie des Vergänglichen. Sie blickt dabei ehrlich auf die Realität: In ihren Werken wird eine Natur erlebbar, die den Moment der eigenen Vergänglichkeit und der selbstverursachten, menschlichen Bedrohtheit nicht ausklammert, sondern als integralen Teil des Wandels begreift.
Die Ausstellung Ver:Wandlungen zeigt eindrucksvoll, wie sich zwei unterschiedliche Disziplinen in ihrer Kernbotschaft treffen. Wo Wurmer durch das Wegnehmen von Material Raum schafft, verdichtet Brunella den Raum durch das Setzen der Linie auf Papier. Gemeinsam laden sie zu einer Entdeckungsreise ein, den Rhythmen der Natur nachzuspüren.
