Utopien der Natur - verflochtene Zeiten
Armin Mühsam • Roger Rigorth • Eberhard Ross
15 May - 30 Jul 2026
Roger Rigorth schickt uns auf eine Reise. Seine im aktuellen Katalog so benannten Utopie der Natur manifestiert sich in skurrilen Vehikeln – organisch geflochtener Bootskörper und schwebendener Kokons. Es sind Transit-Objekte, meist auch als Landart konzipiert, die zwischen Realität und Imagination vermitteln. Sie verkörpern jene „Verflechtung“ der Zeiten, die Didi-Huberman beschreibt: archaisches Handwerk trifft auf die Vision einer kommenden Welt.
Eberhard Ross liefert dazu den atmosphärischen Raum. In seiner Werkreihe On the Nature of Daylight wird das Licht selbst zur Utopie. Seine Malerei ist eine visuelle Meditation, die das Tageslicht in rhythmische Farbstrukturen übersetzt. Wo Rigorths Vehikel materiell greifbar sind, macht Ross das Immaterielle spürbar und lässt die Zeit im Farbraum stillstehen und zur Ruhe kommen.
Armin Mühsam bildet den analytischen Horizont. Seine gegenständliche Malerei zeigt Landschaften als Orte, an denen utopische Architektur auf gewachsene Natur trifft. Er visualisiert die Reibungspunkte – das „plastische Aufeinandergründen“ von Mensch und Umwelt – und hinterfragt kritisch unser Verständnis von Ordnungen und Konstruktionen von Naturvisionen.
Rigorth, Ross und Mühsam erschaffen ein Geflecht von Visionen aus Sehnsucht und Analyse und die Ausstellung selbst wird zu einem jener „skurrilen Vehikel“, das den Betrachter einlädt, sich für ihre Utopien zu öffnen.
Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:
Samstag, 17. Mai 2026, 17 Uhr szenische Buchvorstellung Utopie der Natur, Roger Rigorth
Sonntag, 21. Juni 2026 Wandelkonzert der Münchner Philharmoniker
Streichduo mit Asami Yamada und Shengni Guo
WOLFGANG AMADEUS MOZART: Duo für Violine und Kontrabass
REINHOLD GLIÈRE: Duos für Violine und Kontrabass Prélude-Gavotte-Wiegenlied-Scherzo
Hier finden Sie alle Informationen: https://www.mphil.de/wandelkonzerte
Donnerstag, 9. Juli 2026, 19 Uhr Bela Brichzin, Akkordeon Solo
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